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Deutsch-Ostafrika 7x 15 Rupien 1916 T (Tabora) Elefant, Schmuckarmband mit Geschichte Gold Jäger 728a & 728b

34.500,00 €
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Beschreibung

Schmuckarmband aus 7 x 15 Rupien 1916, T. Ein Zeitzeugnis mit Geschichte. Geprägt aus dem Gold der Sekenke Goldmine. Zusammengesetzt alternierend aus beiden Untertypen des 15 Rupienstückes, abwechselnd die Reversvariante mit "kurzer" und "langer" Arabeske. 6 x 15 Rupienstücke je mit 4 seitlich angebrachten Ösen und 2 Zwischenringen miteinander verbunden, 1 x 15 Rupienstück mit einem Verschluss im Revers appliziert. Dazu: Eine kleine Goldkette als zusätzliche Verschlussjustierung. Gesamtgewicht: 57,60 g. Jaeger 728 a (3x), 728 b (4x) Äußerst seltenes Zeugnis zur Kolonialgeschichte Deutsch-Ostafrikas. Aus dem Nachlass eines hohen deutschen Kolonialbeamten. Unikat.

Die legendären "Goldelefanten" aus Tabora zählen zu den begehrtesten Münzen der deutschen Kolonialgeschichte. Die 1916 geprägten Stücke mit dem Elefantenmotiv waren nie als reguläres Zahlungsmittel gedacht. Tatsächlich war die offizielle Münzprägung für Deutsch-Ostafrika 1914 mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs eingestellt worden. Die 15-Rupien-Goldmünze war daher eine "Notausgabe", entstanden aus der Notwendigkeit zu Kriegszeiten. Abgeschnitten vom Reich und mit Geldmangel konfrontiert, errichteten die Kolonialbehörden eine provisorische Münzprägeanstalt in Tabora. Das Gold stammte aus der Sekenke, dem wichtigsten Bergwerk der Kolonie, etwa 170 Kilometer nordöstlich der Stadt Tabora. Das für die Prägung benötigte Gold wurde in einer zehntägigen Safari, an der 200 Einheimische und 20 Deutsche teilnahmen, in Form von Goldbarren in einem Wert von fast 1 Million Mark nach Tabora gebracht. Dadurch sollte der Geldmangel bekämpft und zu Lohnzahlungen (!) verwendet werden, des Weiteren  konnte so das gewonnene Gold systematisch nach Deutschland transportiert werden. Für den Entwurf wählte R. Vogt zwei kraftvolle Symbole Ostafrikas: Den Elefanten und den Kilimandscharo. Der afrikanische Elefant - bis zu 13 Fuß groß und mehr als sieben Tonnen schwer - durchstreifte die Ebenen der Kolonie, während der Kilimandscharo, ein Massiv aus drei Vulkanen (Shira, Kibo und Mawenzi), als höchster Gipfel nicht nur in Deutsch-Ostafrika, sondern in ganz Afrika emporragte. Ein singhalesischer Goldarbeiter aus Sansibar, "der besonders sorgfältig arbeitete, wenn er unter Alkohol stand", fertigte die Stempel nach dem Entwurf von Vogt. Allein die 15 Rupien-Münze ist von großer Seltenheit, eine Schmuckkette aus insgesamt 7 x 15 Rupien-Stücken bestaunen zu können, zeugt von einer absoluten Rarität. Die uns überlieferte Geschichte dieses Familienerbstückes, erklärt uns auf eindrucksvolle Weise, wie es zu so einem äußerst seltenen Artefakt kam.

Diese Kette stammt aus dem Nachlass des Gouvernements-Sekretärs und persönlichem Assistenten des Gouverneurs von Deutsch-Ostafrika in Daressalam. Es handelte sich um einen langjährigen hohen Beamten, der in mehreren offiziellen Würden im Dienst der Kolonie stand. Bei der bevorstehenden Besetzung Deutsch-Ostafrikas durch die Engländer und Belgier blieben dem Gouvernements-Sekretär nur wenige Chancen seine Vermögenswerte zu bewahren und nach Deutschland zu transportieren. Das Gold der Kolonialverwaltung wäre sofort von den Besatzungstruppen beschlagnahmt worden. Im Privatbesitz befindliches Gold, am besten in Schmuckform, blieb jedoch unangetastet. So wurden jene 7 x 15 Rupien-Stücke, die für einen hohen Beamten und Beaufsichtigter der Münzproduktion leicht zu erwerben waren, in Form dieser Kette als Schmuck umgearbeitet, um diese Stücke außer Landes schaffen zu können.

Große Not machte erfinderisch, besonders wenn es um das Retten der eigenen Existenz und seiner Vermögenswerte ging. So wurde offenbar alles an Besitz verkauft und in Gold, sprich in 15 Rupien-Stücken umgetauscht, als Schmuckstücke getarnt und in der Kleidung versteckt. Frauen und Kinder verließen zuerst Daressalam und zuletzt folgten schließlich die Mitglieder der Kolonialverwaltung. All diese Anekdoten zeigen uns, dass dies nicht nur ein Goldarmband mit eingearbeiteten 15 Rupien-Münzen ist; dessen Geschichte öffnet ein Fenster in eine vergangene Epoche, die von Hoffnung, Verlust und Überlebenswillen geprägt ist.

Produkteigenschaft Wert
Nominal: 15 Rupien
Jahr: 1916
Material: Gold
Seltenheitsgrad: Unikat
Prägestätte: T (Tabora)
Rand: glatt
Katalog: Jäger 728a & 728b
Gewicht g: 7,10 g
Feingehalt: 0,750
Feingewicht: 5,33 g
Zusatz: Elefant, Schmuckarmband mit Geschichte
Durchmesser: 22,50 mm
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